Auf zu den Sardinen! ( oder wie sie heissen )
Auch in diesem Jahr ließ ich es mir nicht nehmen unsere Erlebnisse per Whats App im erlesenen Freundeskreis fast täglich zu verbreiten. Die Länge der einzelnen Episoden lassen auch erahnen, dass ich erstens einen wilden Kampf mit meinen Dicken Fingern und dem Rechtscheibprogramm gefochten habe und auch, dass die ausufernde Verweildauer an manchen Nachrichten nicht immer wohlwollend von meiner Reisebegleitung aufgenommen wurde!
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Anreise:
Die Anreise führte uns über die A5 in die Schweiz und von dort über den obligatorischen "Gotthard Stau" nach Italien. Auch dort nix Besonderes! Das scheint langweilig zu werden. In Genua an der Autobahnmautstelle der erste Lichtblick: Plötzlich ein Rummsen im Gebälk: Ein recht neuer, weisser BMW X1 ist gegen meine Anhängerkupplung gebollert. In der Hoffnung dass er sich in seiner Dussligkeit einen massiven Schaden in seiner Frontpartie eingehandelt hat und in der Gewissheit, dass mein 1200€ Fahrzeug in der Schadensbilanz im Moment milde lächelt bin ich einfach weiter gefahren. Im Hafen angekommen mussten wir aufgrund der Flüchtlingsproblematik mehrere Kontrollstellen durchlaufen. Gern hätte ich den Mann, der mit einem Spiegel rundum unters Fahrzeug geschaut hat gefragt, ob er mal nach dem Auspuff schauen kann, der rassle so komisch, und dass ich im Oktober TÜV habe, falls er ein paar Roststellen fände. Aber da ich des Italienischen nicht allzu mächtig bin....
Am Sammelplatz zur Einschiffung widmete ich mich endlich der Heckpartie meines treuen Gefährts. Die Anhängerkupplung lächelte immer noch!
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Einschiffung:
Und dann kam er, der grosse und in der brütenden Mittagshitze lang erwartete Moment der Einschiffung. Ganz aufgeregt bestiegen alle ihre Gefährte. Alle? Nicht jeder hatte mitgekriegt, dass ihr Fahrzeug nicht auf das Schiff gebeamt wird sondern von einem selbst und höchstpersönlich hineingefahren werden muss. So auch unsere Vorderfamilie mit einem weissen Skoda, Münchner Kennzeichen. Ein Mann, Typ:"den wodd i nit gschenkt (Zitat Corina)" hat, nachdem bereits 20 Motorräder und 2 Reihen a 20 Fahrzeuge im Bauch der etwas rostig anmutenden Fähre verschwunden waren bemerkt, dass es losgeht und musste noch die ganze Familie im Auto verstauen. Natürlich mit Kinderwagen! Und dieses Auto stand natürlich vor uns. Zum Glück hatte ich unser Auto nach dem von den Einweisern eingemahnten, platzsparenden Abstellen in einem unbemerkten Augenblick nochmal 30cm zurückgeschoben, sonst hätten sie den Kofferraum nicht einmal aufgekriegt. Irgendwann konnte sich unser Tross dann doch in Bewegung setzen und wir befuhren Deck 3, verschwanden in einer Bodenluke in Deck 2, um von dort aus rückwärts ins Deck 1 runter zu fahren. Auf halber Strecke war Ende. Ich musste mein Auto auf der Rampe stehen lassen! Und wer meine Handbremse kennt....! Zum Glück hat es mein Karlheinz beim letzten Werkstattbesuch geschafft ihr endlich etwas dauerhafter als zwei Tage bis zum TÜV Leben einzuhauchen! Von meinem hektischem Einweiser noch ein Keilchen unter ein Hinterrad (nur ein????) geschmissen konnte ich mich ja nicht wehren, da ich des italienischen nicht so mächtig bin.....
Ein Blick hinter mein Auto hat mich dann beruhigt, stand da doch ein weisser Münchner Skoda...(remember!) ...und der Blick auf meine Anhängerkupplung...lächelt sie noch immer? oder schon wieder? Der Beginn einer grossen Freundschaft....
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Überfahrt:
Ein wenig plagte mich schon das deutsche Gewissen, wer jetzt schadensersatzpflichtig ist, wenn sich meine Anhängerkupplung während meiner Abwesenheit und infolge einer eventuell turbulenten Überfahrt den Kühlergrill meines Hintermannes zum Liebkosen aussucht. Da sah ich den Fahrer des weissen Skoda und war beruhigt: Das wars mir Wert!
Viele der Mitreisenden schienen keine Novizen der christlichen Seefahrt zu sein, wussten sie doch sofort, wo sie ihre Isomatte auf den grossen Schiff zu platzieren hatten. Wir machten uns auf die Suche unserer gebuchten Liegestühle und fanden drei mittelgrosse Säle, in denen, ähnlich einem Kino nach hinten klappbare Sessel aneinandergereiht waren. Nach deutscher Manier setzten wir unsere Reviermarken, in dem wir unsere Decken breit auf zwei Sitz-Liegeplätzen drapierten. Dann hoch aufs Oberdeck, wir gaben ja Abenteuer gebucht! Nach einigen Verirrungen in Sackgassen, Bällebad und Treppenhäusern des doch recht grossen Schiffes hatten wir das Oberdeck erreicht. Viele liessen sich am Boden zu den Wänden der Schiffsaufbauten nieder, begannen zu essen oder sich einfach auszuruhen. Ich genoss die Übersicht über den Hafen und die Einschiffer, die teils noch in Scharen dann mal wieder tröpfchenweise auf dem Vorplatz eintrafen. Auf meine Frage, ob sie eigentlich weiss wo unser Auto abgestellt ist erntete ich nur einen fragenden Blick von Corina. Uups, in der ganzen Hektik haben wir gar nicht darauf geachtet, wo wir unser treues Gefährt abgestellt hatten. Ich machte mich also auf den Weg in den Bauch des Schiffes. Glücklicherweise begegnete ich unterwegs unserem Vordermann, einem Pfälzer mit markantem Schnauzbart ähnlich der NDR-Pausenrobbe oder Dieter Zetsche. Dieser konnte mir zielsicher die Park-Koordinaten durchgeben: Gelbes Treppenhaus zwischen Deck 1 und 2. Dieses Problem war also glücklicherweise gelöst. Nach einer kurzen Unterhaltung ging ich zurück zu Corina um dem Einschiffen weiter zuzuschauen. Apropos Einschiffen: Was machen die vielen Hunde an Bord sagen wir mal von 20.3o Uhr bis um 8.3o Uhr am nächsten Tag? Ich habs gesehen: Ein grosser Husky ist morgens um 7.3o Uhr neben einem Mülleimer an Deck förmlich explodiert. So viel Wasser fasst nicht mal ein Löschflugzeug im Einsatz! Und jetzt wusste ich auch, wo die Pfützen in den kleinen Bodenvertiefungen an den Wänden in den abgesperrten Bereichen kamen, obwohl es nicht geregnet hatte, und auch die weissen Ränder eingetrockneter Pfützen in den übrigen Wandbereichen wo am Vorabend die ganzen Leute am Boden saßen, lagen, aßen...ach lassen wir das besser!
Auf jeden Fall berate ich mich nach meiner Rückkehr mit dem Önsbacher Feuerwehrkommandanten, ob man nicht die Löschfahrzeuge gegen Huskys eintauschen soll.
Die letzten Einschiffer erhielten bis 25 min nach dem eigentlichen Ablegetermin noch die Chance Teil der Arche Noah zu werden. Die Verfärbung der Kaminrauches von hellem weiss in schwarz kündigte nicht den Beginn der offiziellen Suche nach einem neuen Papst an sondern liess vermuten, dass die Heizer im Maschinenraum nun das gute, umweltschonende Heizmaterial in den Ofen schaufelten. Wir legten also endlich! sehr verspätet ab. Im Sonnenuntergang verliessen wir Genuas Hafen und uns die Kräfte. Noch zwei sardische Biere und ab auf unsere Sessel. Unsere Duftmarken wurden respektiert: es war noch alles an seinem Platz. Die Nacht verlief ruhig unter stetem Brummen des Schiffdiesels und einer leichten Unwucht in der Propellerwelle.
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Sardinien Olé (oder wie sagt der Italiener?):
Die mehr oder weniger erholsame Nacht liess einem Knochen und Muskeln spüren, von deren Existenz man eigentlich schon gar nichts mehr wusste und im Moment auch gar nicht wissen wollte. Aufstehen, ein kurzer Toilettenbesuch und ab an die Bar. Vorher natürlich beim EU-Chef Jean Claude Junker (der sah wirklich wie sein Zwillingsbruder aus) einen Bon für zwei Cappuccinos (Cappuccini?) geholt und an den gegenüber liegenden Tresen gelatscht. Ich fühlte mich sofort heimisch: wie im acherner San Marco standen dort auf zwei Quadratmeter 5! Italiener, die wegen ein paar Kaffee Anstalten machten, als ob sie die Welt vor dem Untergang retten würden. Klischee bestätigt! Da lob ich mir unsere Stadtarbeiter die sind zwar meist auch zu fünft unterwegs, wissen aber, dass sie mit der Schaufel nicht wild herumwedeln brauchen , es reicht auch, wenn einer sich dazu bereit erklärt durch intensives darauf abstützen sie die ganze Zeit an einer plötzlichen Flucht zu hindern.
Wir gehen wieder an Deck um zu beobachten, wie wir an ein paar Fischerbooten, Bojen und vorgelagerten Inseln vorbeischifften und natürlich, wie der Husky seinen Teil zum Schiffen beitrug. Mit dem Einlaufen in den Hafen begaben wir uns zum gelben Treppenhaus um mit dem Fahrstuhl in den Bauch des Schiffes abzutauchen. Vor dem Fahrstuhl redete ein kleiner Junge unaufhaltsam auf italienisch auf mich ein, doch er erntete von mir nur fragende Blicke. Ein freundlicher junger Mann übersetzte mir das Anliegen des kleinen Jungen: Er wollte wissen, wie ich es gemacht habe so groß zu werden. Meine Antwort hat den Eltern weniger gefallen: „Viel Schokolade!“ Der Fahrstuhl kam, es waren noch zwei Plätze frei und wir verschwanden in der Tiefe. Im ungefähr 40 Grad heissen Vorraum zum Deck 2 warteten einige Passagiere schon darauf, dass sich die Tür öffnet, und sie wussten nicht, dass sie das noch weitere 30 Minuten machen mussten. Der Zugang über das Treppenhaus war noch gesperrt, aber über den Fahrstuhl gesellten sich immer mehr Menschen zu uns, was die Situation nicht angenehmer machte. Auch unsere Münchner Lieblingsfamilie nebst Kinderwagen drängte noch in die wartende Menge. Über Lautsprecher wurde nach und nach die Freigabe von Treppenhaus 4, dann Treppenhaus 3 in 4 Sprachen verkündet. Unter Anderem wurde auch darauf hingewiesen, dass nur der Fahrer allein mit dem Fahrzeug das Schiff fahrend verlassen darf, die Beifahrer sollen zur Rezeption gehen, bis sie aufgefordert werden das Schiff zu Fuss zu verlassen. Alle um uns herum Anwesenden ignorierten die Durchsage, nicht so unser Freund aus München. Dieser bahnte sich wieder mitsamt Familie und Kinderwagen den Weg zurück zum Fahrstuhl, um jäh wieder nach oben zu entschwinden. Wenn sich jetzt die Tür öffnet ist sein Auto dasjenige, das die Auffahrt von Deck 1 komplett blockiert. Bravo und Respekt! Eine gewisse Verhaltenskonstanz ist nicht von der Hand zu weisen! Die Tür geht auf und ich gespannt zu meinem Gefährt. Es stand noch da wie abgestellt! Ein leichter Tritt gegen das Keilchen bestätigte doch eine Gewisse Spannung im System. Mit einem beherzten Tritt schoss ich den Keil weg, das Auto bewegte sich glücklicherweise nur einen Zentimeter nach hinten und verharrte in dieser Position. Es dauerte dann noch eine Weile, bis das Deck 2 geräumt war und sich unser Tross in Bewegung setzen konnte. Der Münchner war zum Glück für die Fahrer von Deck 1 mittlerweile wieder am Fahrzeug. Wir fuhren gemeinsam bis hoch ins Deck 3, wo die ganze Karawane aufgrund hohen Verkehrsaufkommens wieder in der Mitte des Schiffs ins Stocken geriet. Der Münchner ganz gewitzt überholte alle auf der linken Seite mit dem Ergebnis, dass er nach Verlassen des Schiffes zum Einladen seiner Familie, die natürlich ganz rechts in der Ausfahrt stand die komplette dreispurige Ausfahrtsstraße queren musste. Wieder bestätigte sich Corinas Urteil: „Den wodd I nit gschenkt!“
Endlich konnten wir das Hafengelände hinter uns lassen und wir fuhren nach Süden in den brütend heiss werdenden ersten Urlaubstag gen Torre del Pozzo.
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Erste Kilometer:
Schon kurze Zeit nach Verlassen des Hafengeländes und der demokratischen Abstimmung über den Anfahrweg, ob Autobahn oder Küstenstrasse zeigte sich, dass es eine gute Entscheidung war vor meiner Abfahrt meinem Karlheinz den Auftrag zu erteilen der Klimaanlage nochmal ein wenig Leben einzuhauchen. Es versprach ein für uns ungewöhnlich heisser Tag zu werden! Es dauerte eine Weile bis sich auf der Fahrt entlang unzähligen Olivenhainen und anderen uns aus unserem Garten bekannten Gebüschen das Meer rechter Hand ins Blickfeld drängte. Da wir laut Buchungsunterlagen erst um 16.oo Uhr unser Domizil beziehen durften hatten wir noch alle Zeit der Welt und so warfen wir an der Strandpromenade von Alghero unseren Anker um im Schatten der Promenadenbäume den Resten unseres Reiseproviants, ein paar Wiener und den guten, alten Londjäger den Garaus zu machen. Gestärkt und mit den ersten Strandeindrücken gondelten wir weiter, ungewohnt streng auf Geschwindigkeitsbeschränkungen achtend, bzw. diese weit unterschreitend. Wie gesagt, wir hatten ja alle Zeit der Welt. In Bosa Marina machten wir auch kurz Rast und setzten uns ins Hafencafe. Dort konnten wir den bisher weltbesten Cappuccino geniesen. Auch machten wir schnell Bekanntschaft mit einem Ehepaar aus Paderborn, die mit einem Mietwagen von Cagliari im Süden in den Norden der Insel unterwegs waren. Nach einer kurzen Unterhaltung und einem Toilettenbesuch sattelten wir wieder die Hühner und ritten gen Süden. Die Anfahrtsbeschreibung unseres Reiseveranstalters lies kurz vor dem Ziel in Cuglieri sehr zu wünschen übrig was uns nach dreimaligem Durchfahren eines Kreisverkehrs dazu bewegte das Heft selbst in die Hand zu nehmen und einfach Richtung Meer zu fahren. Auch nach Erreichen des Zielortes fanden wir uns infolge der äußerst präzisen Anfahrtsbeschreibung in einer Sackgasse auf dem Parkplatz eines Restaurants wieder. Kein Campingplatz weit und breit! Retour-Arthur und ab auf die Hauptstraße, den Ort gen Süden verlassend. Und siehe da, ein Kilometer nach dem Ort, rechter Hand :"Bella Sardinia" unsere erste Urlaubs-Destination, juhuuu!
Ein grosses, etwas abgewaschenes Schild und eine kleine Holzhütte mit zwei Schranken am Eingang zu einem Pinienwald liessen unsere Mundwinkel in Erwartung eines Campingplatzes gehobener Ausstattung doch unterhalb der Horizontalen absacken. An der Rezeption checkten vor uns noch ein paar ältere Holländer ein. Zu uns gesellte sich ein junger Mann, der mit einem Skoda (zum Glück nicht weiss!) mit Ludwigsburger Kennzeichen gerade aus dem Wald heraus die Schranke passiert hatte. Er wäre gerade am Abreisen und wolle nur noch seine Kaution abholen, ob er vorgelassen werden könne. Aus unserer Unterhaltung raus bestimmte er uns zielsicher als Badener. Als wir uns als solche aus der Gegend Baden-Baden, Offenburg, Strassburg zu erkennen gaben sagte er, dass er seine Jugend in Sasbachwalden zugebracht habe und meist mit einer Rita im Sandkasten gespielt hatte, welche sich als Narrenzunftkollegin von Corina herausstellte. Klein ist die Welt!. Wir äusserten ihm gegenüber unsere Bedenken hinsichtlich der Qualität des Campingplatzes aufgrund des Aussehens des Eingangsbereiches. Er jedoch konnte jede Zweifel entkräften und schwärmte in den höchsten Tönen von den Anlagen und der Ausstattung. Uff, nochmal Glück gehabt! Nach einer kurzen Verabschiedung und dem Wunsch einer guten Heimreise meldeten wir uns an der Rezeption bei Sara, einer jungen Deutschen an. Wir wurden mit dem Bezug unserer Unterkunft vertröstet, da diese noch nicht bezugsfertig war, aber eine Besichtigung des Campingplatzes mit Nutzung aller Einrichtungen steht uns ab sofort offen, sie rufen uns dann an, wenn alles so weit hergerichtet ist. 300m abwärts im Wald, stellten wir unser Fahrzeug am Meeting Point ab und machten uns mithilfe des uns von Sara ausgehändigten Planes auf die Erkundung des Geländes. Restaurant und Bar waren schnell ausgemacht, auch unsere möglichen Unterkünfte direkt gegenüber des Restaurants! wurden aufgrund ihrer Aufschrift sofort erkannt. Noch schnell Pool und Strand abchecken, dann zurück zur Bar, freies Wlan und Bier Ahoi, wobei (leider!) nicht sofort auszumachen war, was im Moment wichtiger schien! Glücklich über die Befriedigung primärer Bedürfnisse westlicher Zivilisation warteten wir bis 16.oo Uhr ohne Benachrichtigung seitens der Rezeption. Nix. Also wieder hochfahren, nachfragen, vertrösten, aber: ausnahmsweise den Schlüssel unseres zukünftigen Domizils sicher in Händen. Wieder runter an die Bar, nächstes Bier, unsere Hütte und die darin werkelnde Putzkolonne fest im Blick. Als diese sich dann endlich dem Nachbargebäude widmeten konnte unser Urlaub im Selectcamp numero uno beginnen.
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Camping-Alltag:
Was dem Muselmanen sein Muezzin ist dem Campingplatzbesitzer sein Laubbläser. "Stihlsicher" treibt dieser ab 9.oo Uhr Piniennadeln auf der benachbarten Minigolfanlage vor sich her und ruft die noch ruhende Gemeinschaft zum Kaffeegebet. Ich lasse mich nicht zweimal rufen und starte meine Tour zum campingplatzeigenen Minimarket um eine geeignete Unterlage für unsere Wurst und Marmelade käuflich zu erwerben, nicht ohne das Blasergebnis des Rasenföns kritisch zu beäugen. Ein guter deutscher Wimmer-Besen Härtegrad 3 hätten dem Radaukönig einen schnelleren Erfolg beschert. Auch der gesamte ökologische Fussabdruck des Campingplatzes würde durch Verwendung unter einem positiveren Licht stehen. "Abber bi denne dreckige Fiäss" hab ich mir im Stillen gedacht und betrat den Minimarket. Hier gab's nicht alles aber recht viel für den täglichen Bedarf. In einer kleinen Ecke, ähnlich den non-Food Wühltischen bei Aldi oder dem Ladenkonzept von s'Krämer Michels aus vergangenen Önsbacher Tagen lag sogar, und das ist kein Witz, eine Rolle mit 100m! Feuchtraum-Installationskabel 3x1.5mm²! Ich hab nicht nach dem Preis gefragt, denn unter 20ct/m hätt ich sofort zugeschlagen. Die hübsche, aber recht dürre, kleine Verkäuferin zog mir 1€ für ein frisch gebackenes Baguette ab. Die auch sonst sehr akzeptable Preise liessen mich fröhlich wieder gen Hütte ziehen.
Info: Wir sind mittlerweile auf Korsika gelandet und mit freiem WLan sind die hier recht aufdringlich, wenn man dafür bezahlt. Deshalb werden die Geschichten wie auch unsrere Resturlaubszeit etwas unregelmäßiger und kürzer, aber weiterhin kostenlos!
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Camping Alltag die zweite:
Den ersten Abend genossen wir im campingplatzeigenen Restaurant, das selbst für Halbblinde in Sichtweite lag, nämlich genau gegenüber unserer Veranda. Das Studium der Karte setzte uns schon ein wenig in Staunen. Für ein Restaurant ohne direkte Konkurrenz und mit einem tollen Ambiente, ähnlich einer Lodge waren da ungewöhnlich günstige Preise zu sehen. Die standen wirklich in direktem Wettbewerb mit unserem Dönersepp in Achern. Misstrauisch wähnten wir daher den Hund in der Portionsgrösse begraben. Recht schnell brachten uns die jungen, flotten Bedienungen frisches Brot und Maisfladen sowie zwei Sorten Balsamico Essig und zwei Sorten Olivenöl, zwar abgepackt aber immerhin. Dann kam unseren Salat "Bella Sardina" ähnlich einem italienischen Salat mit Thunfisch, Mais, Tomaten, Eisberg und Eier in einem Behältnis, das wir in der Regel für eine vierköpfige Familie auf den Tisch stellen. Kaum vertilgt folgten auch schon die Pizzen, beide aus dem Steinbackofen frisch gemacht und über den Tellerrand überstehend. Bombastisch für jeweils 8€! Das hätten wir nie erwartet. Wir gehen davon aus, dass die Preise sich nicht am Ausnehmen der Touristen orientieren, sondern an der allgemein geringeren Kaufkraft der Bewohner Sardiniens. Zusammen mit der Freundlichkeit und der Geschwindigkeit des Personals also ein echtes Erlebnis.
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Zwischenmeldung
....und da war noch das deutsche Paar: er gross, long- und grauhoorig, sie klein unn wuschelig, aus deren Fenster Udo Jürgens sein oller "griechischer Wein" zum Besten gibt. Natürlich nur zu Studienzwecken, da der Radio keinen Empfang hat, sich dem mitgebrachten 16GB USB-Stick verweigert und nur die "Schätze" des kleineren "Grauhoorigen" Sticks widerstandslos preisgibt. Als "Tschoänna" (die geile Sau) sich dann aus den Lautsprechern quält ist das Studienmass doch überschritten was mich veranlasst meinen faulen Körper gen Jukebox zu bewegen um der Peinlichkeit Einhalt zu gebieten.
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Danksagung:
Grossen Dank an alle Carabineri, die es am Freitag vorgezogen haben nicht den Urlaubern auf den Strassen mit Radargeräten oder Laserpistolen aufzulauern. Auf unserer Fahrt von Torre del Pozzo nach Santa Teresa Gallura im Norden Sardiniens ging es aufgrund irgendwie falschen Timings doch etwas rasanter zu als geplant. Take off (geplant) 10.oo Uhr mit natürlicher Tendenz zur Verspätung. Alles schon theoretisch durchgespielt, das reicht Dicke, noch mit ausgiebiger Rast zur intensiven Widmung an unsere Restwiener. Ziel: Abfahrt Fähre um 15.oo Uhr, Einschiffung 90 min früher. Also 10.25 Uhr: Fahrt zur Rezeption. Die Einfahrtschranke ist offen, wir fahren dort raus, weil vor der Ausfahrtsschranke ein Wohnmobil steht (natürlich deutsche) der an der Rezeption noch seine Abreise abwickelte. Da sich die Einfahrtsschranke nach unsere Ausfahrt absenkte bildete sich hinter dem Deutschen ein kleiner Stau. Mit Unverständnis für die Ungeduld der Wartenden geht der Auschecker nach getanem Werk ans Fahrzeug und entfernt sich. Nächstes Unheil in Form eines weiteren deutschen Wohnmobils naht: Stopp, natürlich direkt im Schwenkbereich der Schranke! Während ich auscheckte behielt ich die Schranke immer fest im Blick, jeden Augenblick damit rechnend, dass das WoMo in der Mitte geteilt wird. Diesen Gefallen wollten Sie mir zum Abschied jedoch nicht machen. Der WoMo Besitzer stellte sein Fahrzeug ein paar Meter weiter seitlich auf den Parkplatz, streng darauf achtend, dass das Heck soweit in die Fahrbahn reicht, dass kein weiteres Wohnmobil passieren kann. Real take off 10.45 Uhr. Wir schlängelten uns an dem WoMo vorbei und unser Herz hüpfte, als wir sahen, dass ein Lieferant mit einem LKW um die Ecke kam...
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So, muss jetzt wech...Story to be continued.....
Danksagung 2.Teil:
Wie gesagt: Real Take off 10.45 Uhr. Es lagen ca. 180 km Weg vor uns. Auf den ersten 2 Kilometer gen Norden haben wir unser Navi mit dem etwa 100 km entfernten Sassari bekannt gemacht und als Zwischenstation Alghero eingegeben. Dort wollten wir kurze Rast auf unserer Fahrt nach Santa Teresa di Gallura machen und am Strand in Gedenken an unsere Anfahrt die restlichen Londjäger in frisches, sardisches Baguette drücken. Das Navi seinerseits hat uns kommentarlos mit der zu erwarteten Ankunftszeit in Sassari unter Berücksichtigung unserer geplanten Sightseeing Tour konfrontiert: 14.24 Uhr! Auch wenn ich in der Regel an Wochenenden und im Urlaub mit der Mathematik etwas auf Kriegsfuss stehe konnte ich durch einfache Rechnung erfassen, dass wir für die Restlichen 80 km zum Hafen, unter Berücksichtigung einer in den Beförderungsbedingungen stehende Anwesendheitspflicht von 90 min vor der Abfahrt des Ferryboats noch ca. minus 54 Minuten zur Verfügung hatten. Das klang verdammt negativ und da Karlheinz den Flux -Kompensator meines Gefährts nicht zum Laufen gebracht hatte (Handbremsen, das kann er aber mittlerweile) hiess es für meinen Co-Piloten Alternativrouten zu finden, am Besten Autobahnen die Luftlinie zum Ziel führen und auf denen 170 km/h gefahren werden darf. Und wer Sardinien kennt, der weiss, dass es weder Autobahnen noch Geschwindigkeiten jenseits der 90 km/h gibt (wussten wir zu dem Zeitpunkt leider auch noch nicht)! Aah, Frau Kolumbus entdeckt in Inselmitte eine Autobahn, hoch bis Sassari, dann fette Nationalstrasse nach Nordwesten! Nächster Etappenpunkt zur Auffahrt auf die "Autobahn": Macomer. Bezeichnenderweise klingt das ähnlich dem Blutverdünnungsmittel "Macumar", und unser Blut raste im Moment dünn und angestrengt durch unsere Adern. Also Navi umgepolt: Santa Teresa di Gallura mit Zwischenziel Macomer: "Ankunftszeit 14:28 Uhr". Vorerst mal besser als gar nichts. Zum Winken reichts auf jeden Fall noch. Also nächtsmöglichst rechts und ab in die Inselmitte. Zum Glück war nicht allzu viel auf den Straßen los. Mit meinem alten Indianertrick mich in den Windschatten eines hurtigen Einheimischen, am Besten Handwerker zu hängen (der kennt sich aus, und weiss wie schnell er fahren darf) holten wir auf und es zählte die Ankunftszeit im Navi langsam Minute um Minute runter. Dann kommen wir auf die "Autobahn" in den Norden: Zweispurige Landstrasse - 90 km/h! Nix wie drauf und wieder einen Einheimischen geschnappt. Mehr als 110 km/h traute der sich auch nicht zu fahren, aber immerhin. Auch ließ Strassenzustand und Verkehrsführung nicht immer höhere Geschwindigkeiten zu. Dennoch die Minuten schmolzen bis Sassari herunter bis auf 13:59 Uhr. Dann in der Umgehung verfahren: 14:03 Uhr. Jetzt gings ab ins Gebirge! Auch hier leisteten die hurtigen Handwerker wieder tolle Dienste. Wieder runter auf 13:42 Uhr, Mist, wieder verfahren: 13:48 Uhr. Am Schluss haben wir es in Santa Teresa di Gallura bis auf 13:32 runter geschafft! Yippie, das Schiff muss zumindest noch ne Weile da sein und die kleine Verspätung wird man uns verzeihen. Man sollte jedoch meinen, dass ein Hafen in einer Hafenstadt leicht zu finden wäre. Weit gefehlt. Rein in die Stadt, raus aus der Stadt, ah, da ein kleines Schild "Embarco 1". Noch ein kleines Schild "Embarco 2"! Ja waas jetz? Abbiegen, weiterfahren: Nix. Umkehren.... Das ging eine Weile so, bis wir dann durch einen Tunnel gefahren sind und unsere mit einem blauen Pottwal bemalte Fähre dann volle Breitseite vor uns lag. Das Gelände zur Aufstellung war vielleicht 30x70m, also recht klein, und wir schienen die ersten zu sein. Umsonst beeilt! Auch der Mann am Ticketschaltet hatte die Ruhe weg, zeigte uns wo wir uns als erster aufstellen durften und so nach und nach füllte sich der Vorplatz. 14.30 Uhr: Endlich Einschiffen, und um Punkt 15.00 Uhr kündigten schwarze Rauchschwaden wieder die Abfahrt der Fähre gen Bonifacio im Süden Korsikas an.
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...wenn einer eine Wäsche tut:
So langsam gingen uns die Handtücher aus, was in uns die Absicht reifen liess auf unserem 3.Campingplatz, in Saint Florent im Norden Korsikas den Dienst Campingplatz eigener Waschmaschinen in Anspruch zu nehmen. Nach dem Bezug unseres nächsten bislang grössten, neuesten und schönsten Mobilhomes wurde eine Tasche mit dreckigen Handtüchern und Unterhosen gerichtet und wir machten uns auf den Weg die Waschmaschinen zu orten. In eine Sanitärhäuschen wurden wir fündig, wobei eine Maschine lief und noch 33 Minuten Laufzeit anzeigte. Die andere wurde gerade von einer Mitarbeiterin des Campingplatzes ausser Betrieb gesetzt wurde. "En panne" stand da in grossen Lettern. Im zweiten Sanitärhäuschen gab es leider keine Waschmaschine, was somit hiess, wir hatten das einzige Exemplar auf dem Platz schon gesehen. Da hoffen wir mal, dass sich der Andrang dreckiger Wäsche heute in Grenzen hält!
Die Verwendung der Waschmaschine setzt den Besitz eines Jetons voraus, den wir für 6€ an der Rezeption dann käuflich erwarben. Ein Waschmitteltab gab's für 1€ gleich nebenan im Restaurant. Noch schnell in die Frühstücksliste eingetragen (ein Baguette und ein Croissant für 30C), dann zurück zur Waschmaschine, um mit unserem daneben abgestellten Sack Dreckwäsche unsere Reservierungsabsicht der nächsten Fuhre zu signalisieren.....und ab jetzt lohnt es sich zu zählen....
Dann noch eine kurze Campingplatzbesichtigung, eine kurze Strandinspektion und rechtzeitig wieder ab in die Waschküche. Die 33 Minuten müssten jetzt um sein. Waren sie auch, aber von der Wäschebesitzerin keine Spur. Frechheit! Wir verärgert zurück zu unserer Unterkunft. Eine viertel Stunde später nochmal hin. Noch immer schaute es aus dem runden Loch doof aus der Wäsche. Ab zurück, wieder eine viertel Stunde warten und dann nochmal die gleiche Tour. Das schlägt dem Bottich so langsam die Dauben weg! Zu der ganzen Tragik gesellte sich natürlich hinzu, dass schräg gegenüber des Eingangs zur Waschhölle eine Familie auf ihrer Veranda saß und mit Sicherheit dem Treiben einige Komik abgewinnen konnten (mir ginge es ja genau so!). Zudem trug ich zu allem Überfluss noch mein signalgelbes T-Shirt was ein Anschleichen selbst als Häuptling "Grauer Zopf" unmöglich machte. Also nochmal zurück. Das Schmieden eines Teufelsplanes scheiterte zunächst an der Frage: Ist "Information" im französischen männlich oder weiblich? Man will sich im ganzen Ärger nicht auch noch blamieren. Ich wäre nicht old Babbelhänd, wenn es mir nicht gelänge diese Klippe erfolgreich zu umschiffen. Kurzum verwendete ich den bestimmten Artikel, was infolge des Wortbeginns mit einem Vokal egal ist, da männlich und weiblich einfach mit "l' " also l'information gebildet werden (soviel Klugscheisserei musste mal sein!) Et voilà! Ich hatte unseren Campingplatz-Lageplan mit der Bitte ausgestattet an unserm Häuschen 30c vorbeizukommen und uns die Information (da isse: l'information!) zu unterbreiten wenn die Maschine geleert ist. Mit dem Plan in der Hand wollte ich mich auf den Weg machen, wurde jedoch noch kurz von Corina zurückgehalten. Falls doch schon frei wäre solle ich doch mal den Jeton mitnehmen und ich könnte dann ja, falls frei wäre die Maschine starten. Gesagt getan und auf den Weg gemacht (wer hat mitgezählt?)
Wieder die 70m hinter mich gebracht und kurz vor der Ankunft beobachtet, wie eine Frau den Waschsaal verlässt, jedoch ohne Wäsche. Ich rein. Maschine leer, Bingo! Unsre Wäsche rein, und als erfahrener Waschmaschinenmechaniker 60 Grad eingestellt, Program B (Hauptwäsche) gewählt, meinen Tab in das Schubfach und gerade als ich Start drücke kommt die Frau, die zuvor die Waschhölle verlassen hatte vollbepackt mit Wäsche herein. Ihre Enttäuschung über mein zuvorkommendes Verhalten stand ihr ins Gesicht geschrieben. Ich hoffe man konnte mir meine Freude über den gelungenen Erstschlag nicht ansehen. Die Uhr zeigte 39 Minuten Laufzeit, was mich etwas stutzig machte. Nichts desto trotz machte ich mich wieder auf den Rückweg. An 30C angekommen hegte ich Zweifel an der korrekten Bedienung der Maschine. Wahrscheinlich hätte man den Tab zerbröseln sollen, damit er sich mit dem ersten Spülgang sicher auflöst und nicht einfach quer ins Fach einklemmte. Auch Corina vertrat diese Ansicht und noch einmal zurück! Blick ins Fach, Tab noch da. Dem Ding statt zerbröseln einfach einen Stups versetzt. Ins Fach geschaut, Tab hat sich hinten quergestellt. Scheisse! ...und wieder zurück. Eine Flasche mit Wasser gefüllt, um den Tab runterspülen zu können und T-Shirt gewechselt, damit mich die Familie auf der Veranda nicht erkennt! Rüber gewetzt, Maschine hatte den ersten Spülgang beendet, neues Wasser läuft, Tab verschwunden! Uff!! Mit dem heiligen Schwur diese Ort nie mehr zu betreten bin ich zurück, habe den Wecker auf Restlaufzeit gestellt und hab mich in den Liegestuhl gelegt.
Übrigens: Corina hat die Wäsche dann geholt . Waschergebnis Ok. Hoffentlich morgen trocken..
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Tattoos, Tattoos über alles:
Früher waren Träger von Tattoos verruchte, verwegene und geheimnisvolle Gestalten, meist am Rande von Recht und Gesetz oder zumindest auf den sieben Weltmeeren beheimatet. Eine Trägerin derselben wurde gar sofort dem horizontalen Gewerbe zugeordnet. Heute fahren Armvolltätowierte Frauen eine Fiat 500L, neben dem Fiat Multipla und dem Alfa Romeo Mito der Inbegriff des schlechten Autodesigns. Nicht, dass dieser Ausdruck von cutansuizidalem Korperkult generell meine Ablehnung findet. Wenns scheen g'macht isch und vielleicht noch einem Gesamtkonzept folgt. Die Unmenge, die Qualitäten und auch das Altersspektrum sind jedoch auffallend bemerkenswert.
Soeben läuft ein Arschgeweih vorbei. Hier hat sich offensichtlich die Tochter eines Schreibwarenhändlers beim Mandalamalen ausgetobt. Vor dem Campingplatz in Sardinien stand eine 5 köpfige Familie, deren Tochter, schätzungsweise 15 Jahre alt schon mindestens 3! sichtbare Tattoos am Körper verteilt hatte. Im Pool tummelt sich gerade ein Mann, auf dessen Schulter ich eine ca. 16cm lange überfahrene Kakerlake wähnte. Bei näherem Hinschauen entpuppte sie sich aber als eine aztekische Sonne im Format 9:16 , und es ist davon auszugehen, dass sich der Verunstaltete im Moment seiner künstlerischen Eingebung in einem Paralleluniversum befand, wo sich solche Sonnen entgegen aller physikalischen Gesetze im inversen Kinoformat tummelten.
Grammatik
Konjugiere "Ichnusa":
Ich nusa,
du nusast,
er-sie-es nusaen,
wir nusen,
ihr nust,
sie nusen.
Sardinenbier, ein konjugatives Getränk.
Na dann Prost (ob das nach dem fünften immer noch so gut geht?)
Hammerhart:
7:19 Uhr: Aufstehen , Weckerrasseln. Heute gehts mit der Fähre wieder heim. Das frühe Aufstehen ist der Tatsache geschuldet, dass wir unserem Mobilhome eine vertragsmässige Grundreinigung incl. Fensterreinigung eigenhändig zukommen lassen müssen, und das bis 10.oo Uhr!
….Hier sollte noch die Abreise mit den Motor-Unwegsamkeiten stehe
d'grauhoorige
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