2016-1- Hamburg


Kurzurlaub an der Nordseeküste

Jörg Verstörtebecker on Tour (die erste)!

 

Am Wochenende war Hamburg angesagt, und zwar ein Besuch beim Lyonerkönig (für die Veggies unter uns: Der König der Löwen). Was braucht der erfahrene Weltenbunmler? Natürlich ein kleiner Rucksack zum verstauen von all den schönen Prospekten, Nastücher, Stadtpläne, angefressene Brötchen und ausgelaufene O-Saftflaschen. Zum Glück bin ich in letzter Sekunde nochmal zurück ins Haus um unseren farbenfrohen Nutella-Rucksack einzupacken. Maike hatte den leichtesten Koffer, weshalb meine Wahl zur Unterbringung auf ihr Behältnis fiel. Frohen Mutes ging es gen Flughafen Söllingen, nicht ihn vorher noch einen Abstecher in die Bohnhofstross zu machen um noch bombenresistente Panzer-Zippbeutel von Melitta einzupacken. Nun konnte endlich gestartet werden. Ohne nennenswerte Vorfälle ging es bis zur Gepäckkontrolle. Maikes Koffer sorgte für Aufsehen. Vehement verneinte sie, etwas Gefährliches im Koffer zu haben, bis sie ein Messer...aus dem Nutellarucksack gezogen hatten. Kleinlaut habe ich mich entschuldigt und darum gebeten das Obstschälmesser sofort zu entsorgen. Sie nahmen es glücklicherweise mit Humor und wir konnten den Fliescher gen Hamburg unbehelligt besteigen.......Fortsetzung folgt...

 

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Jörg Verstörtebecker on Tour (die zweite)!

 

In Hamburg dann angekommen schlug der König der Missverständnisse erneut zu: Während die anderen noch am Flughafen etwas zu Trinken kauften machte ich mich auf den Weg Fahrkarten für die Straßenbahnen am Automaten zu ziehen. 3-Tageskarte für sechs Personen 69€. Stolz zurück kehrend wurde mir offenbart, dass das alles im Reisepreis schon drin ist und wir unsre Coupons nur noch am Bahnhof einlösen mussten. Suuupi, gut gemeint ist nicht immer gut gemacht! So fuhren wir mit der Goldtroschke, von der wir nun mindestens ein Fünftel erworben hatten zum Hauptbahnhof. Ich hatte damit gerechnet, dass wir vom Bürgermeister persönlich empfangen werden, habe ich doch den Stadthaushalt mit einem Schlag saniert! Mit der Schilderung meines Missgeschickes an geeigneter Stelle am Hauptbahnhof bestand noch Hoffnung in Hamburg jetzt nicht hungern zu müssen und tatsächlich, das wirklich freundliche Personal konnte mir das Geld rückerstatten und wir sind dann eigentlich kostenlos aber mit Fahrkarte vom Flughafen in die Stadt gefahren.....Fortsetzung folgt...

 

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Jörg Verstörtebecker on Tour (die Dritte)!

 

Die erste Nachtruhe endete jäh um 5.49 Uhr, da die Gelegenheit wahrgenommen werden sollte dem berühmten Hamburger Fischmarkt einen zeitigen Besuch abzustatten. Lisa war krank, Willi wollte bei ihr bleiben und Maike übte schon mal Ferien. So kam es, dass der Guller, sprich ich und die zwei Hennen, Monika und Corina sich alleine gen Fischmarkt aufmachten. Dort gab es natürlich viel zu sehen und auch noch etwas zu kaufen: Mein Handy wurde langsam erwachsen, weshalb es Zeit wurde sich seiner pubertären Sockenhülle zu entledigen und bei einem orientalischen Lederwarenverkäufer eine edle schwarze Klapphülle zu erwerben. Gerade in exzellenter Kauflaune wechselte auch noch eine Ledergeldbörse auf die andere Tresenseite, da die gerade mal ein halbes Jahr alte Sparkassenschatulle mir jedes mal ob ihrer zerfledderten Kunstoberfläche die Schamesröte ins Gesicht trieb. Nach einer weiteren Stunde des Staunens und der Gewissheit doch nicht umsonst morgens so früh aufgestanden zu sein nahmen wir den Heimweg in unserer geliebten S1 wieder auf, in der mittlerweile im ersten Wagen schon Sitzplätze mit unsere eingravierten Namen installiert wurden.

 

Sie sagte noch: Jörg mach das erst zu Hause, doch der Stolz über das neu erworbene Portemonnaie liess es nicht zu dieses wieder ungenutzt und achtlos im Koffer verschwinden zu lassen. Schnell wurde umgeräumt, neu organisiert und unnötiger Ballast entsorgt.

Stolz wie Bolle machte ich mich dann mit den anderen auf um eine deftige Brotzeit im nahegelegenen Paulaner miraculum, einer Kneipe, die wir abends zuvor entdeckt hatten einzunehmen. Und wie wir uns in der urigen Kneipe niedergelassen hatten schiesst mir, warum auch immer, mein am Flugplatz Söllingen treu wartender Zafira in den Sinn. Ich brauchte gar nicht nachzuschauen: natürlich hatte ich den Parkschein beim Umräumen entsorgt, fuhr es mir in die Glieder. War ja nur ein Parkschein und ich hatte diesen in keinster Weise mit unserer Reise in Verbindung gebracht. Jetzt wurde es hektisch: Schnell zurück zum Hotel, erkundigen, ob die Zimmermülleimer schon geleert wurden, das ganze Programm. Letzte Rettung: Ein Anruf bei der ergoogelten Betreibergesellschaft. Glücklicherweise ist der Posten in Söllingen auch abends noch besetzt, sodass wir dann kurz nach der Landung um 20.30 Uhr meinen geliebten Zafira kostenneutral und schmunzelnd auslösen konnten...

 

Bis zum nächsten Trip

 

...Grüzzle, Jörg